FC Villmergen vs. FC Muri 1:2 (1:1)
Spielort
Badmatte, Villmergen – 100 Zuschauer – SR: Unbekannt
Tore
20. Baki 1:0; 23. Tafa 1:1; 69. Mrkonja 1:2
Aufstellung FCV
Huber; Rummel, Haussener, Sanvido; Baki, Sidler, Hediger, Antonelli; Gashi, Krasniqi, Comas
Aufstellung FCM
Clerici; Alimi, Parente, Mrkonja, Passerini; Radevic, Ferreira, Merendino; Uka, Tafa, Freitas
Verwarnungen
56. Gashi (gelb); 90.+2 Mrkonja (gelb)

Villmergen muss sich Leader Muri knapp geschlagen geben

Nach dem Last-Minute-Cup-Aus gegen den FC Küttigen wartete auf das Villmerger Fanionteam bereits die nächste Hercules-Aufgabe. Denn der Leader aus Muri war zu Gast auf der Badmatte. Es war nicht bloss ein Freiämter-Derby oder die Affiche «David gegen Goliath», sondern es war auch die Rückkehr des letztjährigen Villmerger Aufstiegshelden, Shane Clerici, welcher mittlerweile bei den Klosterdörflern zwischen den Pfosten steht. Eine Partie also, die bereits im Vorfeld an Brisanz kaum zu überbieten war.

Remis zur Pause

Mit Beginn der Partie offenbarte die Antonelli-Meyer-Truppe ihren Matchplan. Man zog sich Tief in die eigene Hälfte zurück und liess die Gäste bis kurz vor der Mittellinie gewähren. Weil die Murianer gegen den kompakten Defensivblock der Hausherren keine Lösungen fanden und auch das ein ums andere Mal Mühe mit dem nur schwer bespielbaren Villmerger Geläuf bekundeten, gab es in der Startviertelstunde praktisch keine Abschlussmöglichkeiten zu bestaunen. Doch dann folgte die dicke Überraschung. Praktisch mit der ersten Offensivaktion der Badmatte-Kicker lag der Ball im Tor und man führte mit 1:0. Tefik Baki vollendete in der 20. Spielminute eine ansehnliche Ballstafette mit einem platzierten Flachschluss bei dem Shane Clerici keinerlei Abwehrchance blieb. Vom Gegentreffer sichtlich angestachelt erhöhten die Klosterdörfler in der Folge ihre Angriffsbemühungen und drückten auf den Ausgleich. Dieser war nur wenige Zeigerumdrehungen nach der Villmerger Führung dann auch Tatsache. FCV-Dauerbrenner Pascal Rummel unterschätzte einen langen Ball hinter die Abwehrkette, weshalb Muri-Torgarant Fidan Tafa das Leder mit einem satten Schuss unbedrängt in die Maschen hämmern konnte. In der Folge fiel die Partie in alte Muster zurück. Dementsprechend bekamen die zahlreich erschienenen Zuschauer nur wenige Torchancen zu sehen und das wohl Berichtenswerteste war der Support der beiden Fangruppierungen, die an diesem Spätsommerabend für beste Derby-Atmosphäre sorgten. Nach genau 45 Minuten ging es mit 1:1 in die Kabine.

Die Punkteteilung blieb aus

Der zweite Durchgang war ein Abbild der ersten Halbzeit. Denn auch nach dem Pausentee fokussierten sich die Badmatte-Kicker auf die Defensivarbeit, an der sich die Klosterdörfler abermals die Zähne ausbissen. Der einzige und in den Augen aller Villmerger äusserst bittere Unterschied im Vergleich zu den ersten 45 Minuten war, dass dieses Mal die Murianer in Führung gingen. Ein Gästefreistoss aus dem Halbfeld wusste der ehemalige Villmerger Junior Belmin Mrkonja zum 1:2 zu verwerten. Die Hausherren liessen sich davon wenig beirren und intensivierten in der Folge ihre Offensivbemühungen. Doch die einzig wirklich nennenswerte Chance liess bis kurz vor Ende der Partie auf sich warten. Praktisch mit dem Schlusspfiff tankte sich der eingewechselte Bejzat Gafuri durch, wollte sich aber das Spielgerät auf den stärkeren rechten Fuss legen, was FCM-Spielführer Simone Parente die Möglichkeit gab, den Schuss des jungen Villmerger Flügelflitzers zu blocken. Und mit dem Parieren des Nachschusses von Arijan Gashi verhinderte Shane Clerici nicht nur den Ausgleich, sondern hielt auch gleich den Sieg fest. Denn wenige Sekunden später war Schluss. Muri feierte den Derby-Sieg, während dem die Hausherren sichtlich geknickt waren. Ein Punkt gegen den Leader und Top-Favoriten auf den Aufstieg wäre nicht nur möglich, sondern aufgrund der Leistung auch verdient gewesen.

FCV-Abwehrchef Noah Haussener hätte es nach dem Schlusspfiff nicht passender formulieren können: «Es waren diese Woche 30 Sekunden, die uns nicht nur das Weiterkommen im Cup, sondern auch den Punktgewinn gegen Muri kosteten.» Trainer Simone Antonelli meinte zudem: «Die Formkurve zeigt klar nach oben und auf den jüngsten Leistungen gegen zwei Top-Teams der Liga lässt sich aufbauen. Jetzt geht es darum, dass wir uns dafür auch belohnen und weitere Punkte sammeln.» Die nächste Chance dazu bekommt das Villmerger Fanionteam am kommenden Samstag, 26.09.2026, beim Gastspiel in Lenzburg.

19.09.2026 / Pascal Rummel

19.09.2026 · Pascal Rummel

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