
- Spielort
- Sportplatz Breite, Erlinsbach – 50 Zuschauer – SR: Unbekannt
- Tore
- 1. De Oliveira Nogueira 1:0; 20. Isenschmid 2:0; 33. Rajendran 2:1; 37. Cherednyk 3:1 (FE); 49. Cherednyk 4:1; 61. Cherednyk 5:1
- Aufstellung FCE
- Hauenstein; Noordijk, De Oliveira Nogueira, Sticher, Di Nunzio; Fleury, Berisha, Tymchenko; Isenschmid, Mazrekaj, Cherednyk
- Aufstellung FCV
- Huber; Rajendran, Rummel, Haussener, Sanvido; Brunner, Hediger; Comas, Gashi, Gafuri; Krasniqi
- Verwarnungen
- 85. De Oliveira Nogueira (gelb); 86. Cherednyk (gelb)
Villmergen geht im Ost-Aargau erneut baden
Nach dem 1:3-Derby-Sieg gegen den FC Wohlen II wollte das Villmerger Fanionteam den zweiten Dreier in Folge feiern. Dumm nur, dass es gegen den FC Erlinsbach ging. Ein weiteres Team aus dem Osten des Kantons, welcher bis anhin kein gutes Pflaster für die Freiämter war. Denn in den beiden Gastspielen gegen den FC Suhr und den FC Küttigen trat man die Heimreise jeweils mit einer 6:0-Packung an. Auch dieses Mal kehrte man ohne Punkte im Gepäck auf die Badmatte zurück.
Villmergen völlig von der Rolle
Die Partie hätte für die Antonelli-Meyer-Truppe schlechter nicht starten können. Infolge eines Eckballs in der 1. Spielminute stieg Felipe De Oliveira Nogueira völlig unbedrängt zum Kopfball hoch und nickte zur Führung für die Hausherren ein. Wer dachte, dass der Gegentreffer ein Weckruf für die Gäste sei, war weit gefehlt. Die Villmerger agierten über weite Strecken zu wenig lauffreudig, ohne Biss in den Zweikämpfen und im eigenen Ballbesitz zu unsauber wie auch ideenlos. Dem Heimteam hingegen gelang es immer wieder mit langen Bällen hinter die Abwehrreihe der Freiämter zu gelangen und so Gefahr vor FCV-Schlussmann Bryan Huber zu erzeugen. Das zweite Erlinsbacher Tor war allerdings das Resultat eines Villmerger Eigenfehlers. In der 20. Minute liess sich der junge Robin Rajendran nahe dem eigenen Strafraum von Nikita Cherednyk den Ball etwas gar leicht abluchsen, ehe Letzterer auf den völlig blank stehenden David Isenschmid querlegte. Dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und schob zum 2:0 ein. Auch in der Folge zeigten sich die Badmatte-Kicker wenig verbessert. Umso überraschender kam der Anschlusstreffer der Gäste nach etwas mehr als einer halben Stunde. Robin Rajendran, der zuvor noch auf der Gegenseite und im negativen Sinn entscheidend involviert war, stand am Ende einer ansehnlichen Ballstafette und drosch das Leder mit einem satten Schuss ins kurze Eck. Die daraus resultierende «Jetzt-erst-recht»-Mentalität war allerdings nur von kurzer Dauer. Denn nur vier Zeigerumdrehungen später – in der 37. Spielminute – war es erneut ein weiter Ball, den die Villmerger zu spät antizipierten. Bejzat Gafuri versuchte, Schlimmeres zu verhindern und setzte im eigenen Strafraum zur Grätsche an. Zur Verwunderung aller in Schwarz zeigte der Linienrichter Strafstoss an. Der Unparteiische folgte der Empfehlung seines Assistenten und zeigte ebenfalls auf den Punkt. Aus Sicht der Freiämter eine äusserst fragwürdige Entscheidung, traf Gafuri doch klar den Ball. Nikita Cherednyk interessierte das herzlich wenig. Er übernahm die Verantwortung und traf vom Punkt zum 3:1, welches dann auch dem Pausenstand entsprach.
Wie gewonnen, so zerronnen
Nach dem Pausentee waren die Badmatte-Kicker darum bemüht, sich von einer anderen Seite zu zeigen und vielleicht doch noch etwas Zählbares aus Erlinsbach mitzunehmen. Doch die Hausherren dachten gar nicht daran, die Freiämter nochmals zurück ins Spiel zu lassen und machten ihnen früh einen Strich durch die Rechnung. In der 49. Spielminute war es der emsige Nikita Cherednyk, der mit seinem zweiten Treffer und dem damit verbundenen 4:1 früh für die Vorentscheidung sorgte. Danach wechselte das Villmerger Trainerduo kräftig durch, doch besser wurde es nicht. Das Heimteam dominierte weiterhin nach Belieben. Andererseits mussten sich die Freiämter bei ihrem Torhüter bedanken, denn Bryan Huber verhinderte mit mehreren starken Paraden schlimmeres. Einzig in der 61. Minute musste er sich nochmals Nikita Cherednyk geschlagen geben, der mit seinem Dreierpack für das 5:1-Schlussresultat sorgte.
Nach dem Spiel traf FCV-Trainer Sandro Meyer den Nagel auf den Kopf: «Uns fehlte der Biss, der Wille dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. All jene Qualitäten, die uns im Derby gegen Wohlen auszeichneten – Laufbereitschaft, taktische Disziplin, und Aggressivität in den Zweikämpfen – liessen wir heute komplett vermissen. Am Ende ist die Niederlage mehr als verdient und hoffentlich ein Weckruf für die kommende Woche.» Denn diese hat es in sich. Am nächsten Dienstag, 15.09.2026, gastiert das Villmerger Fanionteam im Rahmen der zweiten Cup-Runde beim Liga-Konkurrenten in Küttigen, ehe man am darauffolgenden Freitag mit dem FC Muri den aktuellen Tabellenführer auf der Badmatte empfängt. Zwei Spiele in denen die Villmerger nur gewinnen können. Doch dazu müssen sie die Partien mit der richtigen Einstellung angehen. Das Derby – so schön es auch war – ist definitiv vorbei. Für das Überwintern im Cup sowie den Klassenerhalt müssen weitere Siege her!
13.09.2026 / Pascal Rummel
13.09.2026 · Pascal Rummel
